Freitauchen und Achtsamkeit: Bewusst-sein im Hier und Jetzt

Achtsam sein. Achtsam fühlen. Achtsam bleiben.

Vielleicht kennst du das auch: Du versuchst die Luft anzuhalten und dich zu entspannen, aber alles nervt. Das Wasser ist zu warm, dir ist kalt, dich stört die kaum wahrnehmbare Strömung im Becken, die Menschen um dich herum sind gefühlt zu laut. Wie bitteschön soll man da entspannt die Luft anhalten???
Vielleicht hast du auch noch Hunger, das Gefühl, nicht richtig tief eingeatmet zu haben und irgendwie will einfach nichts so richtig funktionieren. Hier kommt Achtsamkeit ins Spiel, als dein Schlüssel zu einem erfolgreichen Tauchgang, den du einfach genießen kannst.

 

Aber was ist Achtsamkeit überhaupt?

Bis vor ein paar Jahren hatte ich zwar oft schon von Achtsamkeit gehört, aber nie wirklich gewusst, was es ist.

Die wissenschaftliche Definition von Achtsamkeit ist eine Form der Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit einem besonderen Wahrnehmungs- und Bewusstseinszustand.
Die eigene, gefühlte Definition ist ein sich bewusst im Jetzt befinden, ein Wahrnehmen der Situation, ohne sie zu bewerten. Ein einfaches Fühlen und akzeptieren dessen, was gerade ist.

Am obigen Statik-Beispiel betrachtet wäre es ganz leicht, wenn du die Gegebenheiten einfach wahrzunehmen könntest, anstatt sie zu bewerten. Ja, das Wasser ist heute vielleicht sehr warm und die Menschen vielleicht lauter als sonst. Aber vielleicht ist das heute eben so und vielleicht hat das gar keine Auswirkungen auf dein Tauchen?
Tu dir selbst einen Gefallen und nimm diese Dinge wahr, ohne sie bewerten und verändern zu wollen. Dann kannst du deinen Tauchgang genießen und das beste draus machen.
Und: Du lernst dich unabhängig zu machen von äußeren Einflüssen. Tatsache ist: Die perfekte Trainingsumgebung wird es nie geben.

Achtsam zu sein ist eine bewusste Entscheidung. Und es lohnt sich, diese Entschiedung für dich zu treffen. Viele Bereiche deines Lebens können so viel leichter werden, wenn du lernst sie bewusst zu akzeptieren, so wie sie sind.

 

Tipps, um beim Freitauchen in die Achtsamkeit zu kommen:

  1. Versuche, alles wahrzunehmen, was ist:
    Welche Geräusche kannst du hören? Welche Gegenstände und Farben kannst du sehen? Wie fühlt sich dein Körper an? Was spürst du an den Fingern, den Händen, den Armen, den Füßen, dem Gesicht etc.?
  2. In die Stille lauschen:
    Einmal kurz die Augen schließen und hören, was da für Geräusche sind. Der eigene Atem bei der Tauchgangsvorbereitung, die gedämpften Stimmen über dem Wasser bei Statik, die Wellen beim Tieftauchen im Meer, das Knabbern der Fische am Riff …
    Viele Geräusche werden von uns gar nicht mehr wahrgenommen, da unser innerer Filter schon so viel Geräusche einfach herausfiltert, dass wir sie gar nicht mehr hören.
  3. Als Vorbereitung auf deine Tauchsession deinen Atem spüren:
    Schließe die Augen und lege eine Hand auf deinen Bauch. Stell dir vor, dass du beim Einatmen deinen Lieblingsduft einatmest, der dann deinen ganzen Körper ausfüllt. Wechsle deine Position und atme bewusst im Stehen, Sitzen oder Liegen und spüre den Unterschied.
  4. Relaqua®: Entspannung pur
    Relaqua® ist eine Kombination aus Relax und Wasser – also Entspannung im Wasser und kann wunderbar mit dem Freediving kombiniert werden, denn hier werden Entspannungstechniken mit Techniken aus dem Apnoesport kombiniert. Mit dem Eintauchen ins Wasser beginnt der Tauchreflex zu wirken. Der Puls schlägt langsamer und wir hören bewusst in uns rein. Bewusstes Sein und Achtsamkeit werden dadurch erleichter und du kannst dich viel besser auf den Moment konzentrieren.

 

Durch Freediving zu mehr Achtsamkeit

Beim Freediving habe ich in den letzten 10 Jahren sehr viel gelernt, unter anderem mich selbst neutral wahrzunehmen und in mich hinein zu fühlen. Sicherlich fällt es mir manchmal schwer, mich selbst und andere nicht zu bewerten, aber ich sehe jedes Mal, wenn es mir gelingt, einfach wahrzunehmen, als einen kleinen Erfolg an und als einen weiteren Schritt zu einem entspannten, schönen Tauchgang – zu mehr Frieden und Zufriedenheit im Alltag und zu einem entspannten, bewussten Leben.

Freediving kann dir dabei helfen. Durch all die Faszination unter Wasser fällt es einem leicht in einen Zustand des Staunens zu verfallen, wie ein Kind an Weihnachten. Dieses Staunen lässt dich auch im Moment verweilen, unbewusst. Jetzt ist es an dir, diesen Moment bewusst zu erleben, bewusst achtsam zu sein.

Diese neu gewonnene Achtsamkeit kannst du auch in den Alltag integrieren, wann immer du eine negative Situation erlebst. Bewerte sie neutral und nimm einfach wahr. Konzentriere dich auf deine Atmung, deinen Körper, oder was auch immer du gerade tust. Entspanne dich und sei im Jetzt und hier, nirgendwo anders.

 

 

Kennst du schon unsere 5 Statik-Strategien, um ein bisschen länger die Luft anzuhalten? Auch sie können wir zu mehr bewusstem Sein, zu mehr Achtsamkeit und mehr Freude am Freediving verhelfen.
Probier sie doch mal aus!

 

5 Statik-Strategien um ein bisschen länger die Luft anzuhalten

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