7 Tipps, um dein Apnoetauchen sicherer zu gestalten

Freitauchen? Aber sicher.

1. Tauche nie allein


Sicherung Tieftauchen @ Free-Diving.de
Die wichtigste Regel für sicheres Freitauchen. Im optimalen Fall ist dein Buddy auch noch ein guter Freund: ihr versteht euch, kennt euch gut, wisst, wann etwas nicht stimmt und könnt euch absolut aufeinander verlassen.

Vor einem Tauchgang solltest du dich immer mit deinem Buddy abstimmen. So seid ihr beide optimal vorbereitet und könnt einander coachen. Im Ernstfall (bei Bewusstlosigkeit oder anderen Komplikationen) kann der Buddy helfen: Solotaucher gehen unnötige Risiken ein, die lebensgefährlich sein können.

Damit ihr beide bestens auf einen Ernstfall vorbereitet seid:

 

2. Lerne und übe Rettungstechniken


Lernt Rettungstechniken und übt diese regelmäßig, damit ihr im Notfall angemessene Hilfe leisten könnt. Durch das Üben könnt ihr eure Kenntnisse auffrischen und eure Rettungstechniken weiter verfeinern, damit jeder Handgriff sitzt.

Geeignete Sicherung- und Rettungstechniken gehören zu jeder guten Apnoeausbildung und ist die Grundvoraussetzung, um das Freitauchen sicher zu gestalten. Wenn du dir unsicher bist, wende dich an einen Freediving Instructor deines Vertrauens und lass dich auf den neuesten Stand bringen.

Zu einer guten Vorbereitung gehört auch, dass du in Erster Hilfe geschult bist und deine Fertigkeiten regelmäßig auffrischst. Informier dich über unsere Emergency First Response Kurse, in denen du in entspannter, angenehmer Atmosphäre deine Erste Hilfe-Fertigkeiten erlernen und auffrischen kannst.

 

3. Tauche konservativ


Will sagen: Kenne und respektiere dein Limit.
Steigere dich langsam, Stück für Stück, hab Geduld.

Egal, ob beim Zeit-, Strecken-, oder Tieftauchen: Steigere dich langsam. Sammle Erfahrungen und beachte, was dir gut tut und was nicht.

Beim Tieftauchen gilt zudem: Lass deinem Körper Zeit, sich an die Tiefe zu gewöhnen, um druckbedingte Verletzungen zu vermeiden. Lass dir so viel Zeit, um in deinen Körper hinein zu spüren und dich an den Druck zu gewöhnen.

 

 

4. Willige nur in eine Sicherung ein, die du gewährleisten kannst

„Kenne und respektiere dein Limit.“ bedeutet auch, nur in eine Sicherung einzuwilligen, wenn du sie aufgrund deines Leistungsstandes und deiner Tagesform auch gewährleisten kannst. Stelle dir jedes Mal, bevor du einwilligst jemanden zu sichern die Frage, ob du deinen Buddy bei dem geplanten Tauchgang im Ernstfall retten könntest. Einer Sicherung zuzustimmen, die du nicht gewährleisten kannst oder vom Buddy zu erwarten ist nicht fair – weder für dich noch für ihn/ sie.

 

 

5. Kein Freitauchen nach Gerätetauchen

Gehe niemals freitauchen, nachdem du Gerätetauchen warst. Beim Gerätetauchen sammelt sich Stickstoff im Körper an, der beim Freitauchen zu einer Dekompressionskrankheit führen könnte. Stickstoff ist ein Bestandteil unserer Atemluft, der vom Körper nicht verwertet werden kann. Wird Luft unter Druck geatmet, wie das beim Gerätetauchen der Fall ist, reichert sich Stickstoff in den Geweben an. Gehst du Freitauchen nach dem Gerätetauchen, befindet sich möglicherweise noch Reststickstoff in deinem Körper, der durch das Freitauchen zu Komplikationen führen kann. Durch das schnelle Auftauchen beim Apnoetauchen und den dabei nachlassenden Umgebungsdruck können sich Stickstoffbläschen bilden, vergleichbar mit dem Aufschäumen einer Mineralwasserflasche.

Daher solltest du nach einem Nullzeit-Gerätetauchgang mindestens 12 Stunden warten, bevor du wieder Freitauchen gehst, nach Wiederholungstauchgängen mindestens 18-24h oder bis dein Tauchcomputer die Flugfreigabe anzeigt.

 

 

6. Nimm nie Luft von einem Gerätetaucher an

Die wichtigste Regel beim Gerätetauchen ist: Halte nie die Luft an.
Wenn du Luft von einem Gerätetaucher annimmst, riskierst du eine Lungenüberdehnung und eine Dekompressionskrankheit.
Luft, die du in der Tiefe atmest, dehnt sich beim Aufstieg aus. Hältst du die Luft an, kann dies zu einer Lungenüberdehnung und damit zu Lebensgefahr führen. Zudem atmest du Stickstoff (dem Hauptbestandteil der Atemluft) unter Druck. Dies kann zu einer Dekompressionskrankheit führen! Die entstehenden Gasblasen können das Gewebe schädigen und in Blutgefäßen zu einer Gasembolie führen.

Nimm nie Luft von einem Gerätetaucher an. Die beste Sicherung für Freitaucher sind andere Freitaucher. Keiner kann dich so schnell an die Oberfläche bringen.

 

 

7. Vermeide Stress

Stress erzeugt Spannung. Und wenn du angespannt bist, wird das mit dem entspannt tauchen gehen sicher nichts. Durch Stress nimmst du deine Körpersignale weniger war, brauchst mehr Sauerstoff und hast weniger Spaß am Tauchen. Damit erhöst du das Risiko für deinen Buddy und dich selbst.

Komme also ruhig und gelassen am Tauchplatz an, bereite dich entspannt vor und freue dich auf den bevorstehenden Tauchgang.

Wenn du während der Tauchsessions Stress spührst,

  • überprüfe dessen Ursprung und stell ab, was den Stress verursacht.
  • Konzentriere dich auf die Bauchatmung und versuch dich entspannen.
  • Bleibt der Stress bestehen, beende die Tauchsession.

 

Wie bei jeder Sportart gibt es potentielle Risiken. Indem du diese sieben Tipps berücksichtigst, kannst du dein Tauchen sicherer gestalten und den Spaßfaktor deiner Tauchgänge erhöhen.

 

Viel Spaß beim Freitauchen & dive safely!

 

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